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Weiterhin keine schwulen Blutspender in den USA

Von Daniel Frey | 12. Juli 2010

Schwule bleiben (auch) in den USA weiterhin vom Blutspenden ausgeschlossen. Ein Ausschuss des Gesundheitsministeriums hat beschlossen, dass das Verbot – das seit 1977 gilt – nicht aufgehoben wird.

Von der Blutspende werden Männer ausgeschlossen, welche mindestens einen homosexuellen Kontakt gehabt haben. Der aktuelle Entscheid hat bei verschiedenen Organisationen Unverständnis verursacht. So übrigens auch beim amerikanischen Roten Kreuz, das ein Ende des Blutspende-Verbots unterstützt hat.

Auch in der Schweiz gilt diese diskriminierende Praxis. Auf dem Fragebogen für Blutspender wird nach “sexuellen Kontakten unter Männern seit 1977″ gefragt, und wer hier ehrlich antwortet, ist durchgefallen. Er gehört zu einer Risikogruppe und darf nicht spenden.

Egal ist dabei, ob der schwule Blutspender seit Jahren in einer festen Partnerschaft lebt oder seit mehr als einem Jahr nur mit einem Partner verkehrte. Dabei ist doch eigentlich logisch, dass monogam lebende Schwule genauso wenig eine Gefahr für die Gesundheit von Blutempfängern sind wie monogam lebende heterosexuelle Männer.

Aus der Sicht von uns Schwulen ist dabei klar, dass Blutspender mit wechselnden Sexualkontakten vor einer Spende durch die zuständigen Ärzte kritisch bewertet werden müssen. Schliesslich geht es um die Gesundheit der Blutempfänger. Diese kritische Beurteilung muss aber für alle Spender gelten, unabhängig davon ob sie homosexuell oder heterosexuell leben.

Topics: Fragezeichen | 1 Kommentar »

Ein Kommentar zu “Weiterhin keine schwulen Blutspender in den USA”

  1. Thommen meint:
    21. Juli 2010 at 01:03

    Ich habe kürzlich auf DRS4 gehört, dass diskutiert wird, ob nicht für Schwule, die in einer eingetragenen Partnerschaft leben und monogam sind, die Blutspende wieder möglich sein soll…
    Wie wenn das bei den Heterosexuellen auch nur davon abhängen würde. Kein weiterer Kommentar dazu! ;)

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