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Parteien auf 1897: Die EVP

Von Daniel Frey | 3. August 2010

Die Evangelische Volkspartei der Schweiz gilt als Partei der Mitte. Ihre Mitglieder bezeichnen sich als überzeugte Christen. Rund 60 Prozent kommen aus der reformierten Landeskirche, weitere zehn Prozent aus der Evangelisch-methodistischen Kirche, die übrigen aus Freikirchen. Bei Fragen zur Bildung-, Umwelt-, Ausländer- und Asylpolitik steht die EVP eher links; bei Themen wie Sterbehilfe, Abtreibung oder gleichen Rechte für Schwule und Lesben gilt sie als eher ist sie eher konservativ.

Als Reaktion zur Petition “Gleiche Chancen für alle Familien” veröffentlichte die EVP anfangs Juni eine Medienmitteilung. Da stand u.a.: “Bei allem Verständnis für den Kinderwunsch gleichgeschlechtlicher Paare: Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf eine Mutter und einen Vater, idealerweise in der gleichen Familie. Es ist für ihre Entwicklung von grosser Bedeutung, dass Kinder mit beiden Geschlechtern Beziehungen pflegen können. Das passiert nirgends so eng und intensiv wie im Elternhaus.” …

Gemäss der Medienmitteilung beobachtet die Partei zudem “mit einem gewissen Unbehagen, wie die Schwulen- und Lesbenorganisationen stets neue Felder entdecken, in denen sie sich benachteiligt und diskriminiert fühlen”. Gleich sei halt nicht immer gleich: “Dieses zuweilen leicht obsessive Ansinnen, gleich machen zu wollen, was nicht gleich ist, ist einem von gegenseitigem Respekt geprägten Zusammenleben nicht zuträglich und kann als Zwängerei empfunden werden”.

Doch: Für die EVP stehe “ausser Frage, dass gleichgeschlechtliche Paare nicht diskriminiert werden dürfen”. Das werde ja aber eigentlich “bereits durch die Bundesverfassung garantiert”.

Fortsetzung folgt!

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