Queerdenker

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Die traurige Serie geht weiter

Von Daniel Frey | 23. Januar 2012

Am vergangenen Freitag hat sich im US-Bundesstaat Tennessee der 14-jährige Philip Parker umgebracht.

Nach Angaben seiner Eltern wurde er fortwährend von seinen Mitschülern wegen seinem schwul sein gemobbt. Mehrfach hätten sie sich an die Schulleitung gewandt, mit dem Ergebnis, dass ihr Sohn noch stärker drangsaliert worden sei.

Der Tod von Phillip ist der dritte in diesem Jahr bekannt gewordene Fall von Selbsttötung eines schwulen Jugendlichen in den USA. Am Neujahrstag hatte sich der 18-jährige Jeffrey Fehr das Leben genommen, letzte Woche der 19-jährige Eric James Borges.

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MFG mit Ivan Beyeler

Von Daniel Frey | 22. Januar 2012

Gast im “Musik für einen Gast” heute Abend im gayRadio auf Radio RaBe war der 19-jährige Pfleger aus Schwarzenburg …

Über sein Coming-Out sagt Ivan: “Wie so viele Jugendliche war es auch für mich nicht einfach mich zu outen, doch heute lebe ich mich aus und es dürfen ruhig alle wissen”.

Archiv Radio RaBe

 

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Ab 50 Windeln

Von Daniel Frey | 19. Januar 2012

Das finde ich mal einen kreativen Grund, warum wir Schwule “unnatürlich” seien. Der amerikanische Pastor Patrick Wooden ist nämlich überzeugt, dass wir spätestens mit 40 oder 50 Windeln tragen müssen.

Gott habe menschliches Sperma geschaffen und ihm eine bestimmte Bestimmung gegeben – aber sicher nicht, sich in einem mit Fäkalien überfüllten Raum zu entleeren. Und dieser Vorgang führe nicht nur zum Aussterben der menschlichen Rasse, sondern eben auch zum Windeln tragen müssen.

Dabei ist doch bekanntlich gerade das Gegenteil der Fall. Durch intensives Muskeltraining – und der Schliessmuskel ist ja eben ein Muskel – werden Muskeln gestärkt. Also wird der gute Pastor vor – ähm – mir, Windeln tragen müssen …

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Und nur zusammen

Von Daniel Frey | 19. Januar 2012

Ich habe in meinem Blog in den ersten Tagen des neuen Jahres bereits zweimal über den Selbstmord von jungen Schwulen in den USA berichtet. “fangora” hat sich daraufhin in seinem Kommentar die Frage gestellt, ob die vielen Suizide unter Schwulen nicht durch die Misshandlungen von anderen Schwulen kommen könnten …

“fangora” schreibt im Kommentar wörtlich: “Die direkte oder indirekte Ausgrenzung von Schwulen, die sich dem viel stärkeren Anpassungszwang der Gay-Community nicht beugen wollen oder können, scheint keinen der schwulen Gutmenschen zu interessieren”. Er habe Angst, dass er bei der Community auf Ablehnung stosse, da er aufgrund seines kritischen Denkens nicht einfach sozialistischen Ideologien folgen könne. Zudem befürchtet er, dass Hilfesuchende – beispielsweise bei der RainbowLine – für politische Zwecke missbraucht würden und man sich nicht wundern dürfe, wenn sie sich dann das Leben nehmen würden …

Als Queerdenker darf und will ich nicht einfach über die Meinung von “fangora” den Kopf schütteln! Auch er denkt quer – und das ist doch gut so!

Politisch denke ich links, religiös denke ich als Freidenker frei. Deshalb erinnert mich die Meinung von “fangora” an eine Verschwörungstheorie. Ich bin nämlich überzeugt, dass nur linke Parteien die Sache von LGBTs richtig angehen. Allerdings formieren sich Schwule und Lesben auch in “rechten” Parteien, beispielsweise in der SVP. Und auch das ist doch auch gut so. Homosexuelle gibt es bekanntlich überall!

Gestern schrieb Fabio Huwyler in seinen Blog: “ZUSAMMEN SIND WIR STARK! Und nur zusammen!”

Wie recht er doch hat, wenn er meint: “Schlussendlich KÄMPFEN wir doch alle für das Gleiche; Rechte und Pflichten und Lebensart für Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans* zu verbessern und zu vertiefen”.

ZUSAMMEN SIND WIR STARK! Ob rechts oder links. Ob schwul, lesbisch, bisexuell oder trans*. Ob jung oder alt. Ob rothaarig oder blond. Ob klein oder gross. Ob reich oder arm.

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EU-Proteste gegen Zwangssterilisierung bei Trans* in Schweden

Von Daniel Frey | 17. Januar 2012

Die Regierung in Schweden hat bekannt gegeben, die Fortpflanzungsunfähigkeit als Voraussetzung für die staatliche Anerkennung von Trans* beizubehalten – auf Druck der mitregierenden Christdemokraten. Damit werden Trans* nur in ihrem gefühlten Geschlecht anerkannt, wenn sie sich dem operativen Eingriff unterziehen.

Mitglieder des Europäischen Parlaments fordern Schweden nun dazu auf, entsprechende Gesetzesänderungen voranzutreiben. Die Sterilisierung, so argumentiert auch die lesbischwule Intergruppe im Europaparlament, bricht Artikel 3 der EU-Charta der Grundrechte. Hier werde das Recht auf körperliche Unversehrtheit geschützt.

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Noch ein Selbstmord in den USA

Von Daniel Frey | 17. Januar 2012

Heute meldet Gay.ch erneut ein Suizid eines Jugendlichen den USA. Der 18-jährige Jeffrey Fehr hat sich am Neujahrstag in Kalifornien das Leben genommen.

Wie die Eltern erklärten ging Jeffrey offen mit seiner Homosexualität um. Vor kurzem endete eine kurze Beziehung, und er war wegen anhaltenden Depressionen in Behandlung. Doch die Eltern sind überzeugt, dass es noch mehr geben muss, was ihren Sohn schlussendlich in den Selbstmord getrieben hat. Sie zeigen sich überzeugt, dass das jahrelange Bullying, das Mobbing unter Jugendlichen, dafür verantwortlich ist, dass er seinem Leben ein Ende setzte.

An der Beerdigung sagte Jeffrey’s Vater: Ein Bully sagt etwas und vergisst es in zehn Sekunden wieder, aber jemand wie Jeff vergisst diese Worte nie.

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Von roten Fummeln und Stars und Sternchen

Von Daniel Frey | 16. Januar 2012

Bisher kannte ich die RTL-Show “Holt mich hier raus, ich bin ein Star” nur vom Hörensagen. Und obschon ich in Bern wohne, ist mir ein Magier mit Namen Vincent Raven noch äusserst selten über den Weg gelaufen.

Ganz klar, es ist mein Problem, dass ich Sender wie RTL seicht finde. Vielleicht ist es auch dumm, dass ich mir noch nie eine Show von Vincent Raven angeguckt habe. Und nun hatte also der langhaarige Magier im RTL-Dschungelcamp einen verbalen Aussetzer: “Rot – das ist doch eine Tuntenfarbe. So ein Schwuchtel-Fummel”. Die Presse springt drauf an, wir Schwule geben uns entsetzt und ich schreibe einen Blogeintrag …

Und ich frage mich nun, ob der Langhaarige nicht grad genau “das” mit seinem homophoben Spruch erreichen wollte? Endlich ins Gespräch kommen? Auf die Rechnung von uns Schwulen allerdings!

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Welcome to Reality

Von Daniel Frey | 16. Januar 2012

Die Zurich Pride Week findet vom 8. Juni bis 17. Juni 2012 statt. Ein genauer Eventplan wird ab Mai auf der Webseite des Festivals ersichtlich sein. Das Open Air Zurich Pride Festival wird dann vom 15. Juni bis 17. Juni 2012 stattfinden. Die Parade wird traditionell wieder am Samstag durchgeführt.

Das diesjährige Motto “Welcome to Reality” der Zurich Pride 2012 soll Aufwecken, Aufzeigen und den Blick auf die heutigen Probleme lenken. Vieles wurde bereits erreicht, wie das Partnerschaftsgesetz in der Schweiz oder ein Adoptionsgesetz für gleichgeschlechtliche Paare in einigen europäischen Ländern. Trotzdem müssen wir weiterkämpfen – aber das ist nicht allen bewusst! Die heutigen Probleme in einer oberflächlichen Scheinwelt gehen schnell vergessen oder werden einfach verdrängt. So haben junge Homosexuelle, deren Outing nicht akzeptiert wird von Familie und Freunden oft mit psychischen Erkrankungen zu kämpfen, da der Rückhalt fehlt. Homosexualität gilt im privatwirtschaftlichen Umfeld noch immer als Karrierebremse. Es fehlt in der Schweiz an einem Diskriminierungsgesetz, weswegen mediale Beleidigungen der Homosexuellen durch die Walliser SVP ungestraft bleiben.

Nicht nur in unserem Land gilt es noch Missstände zu bekämpfen. Wie geht es Homosexuellen in anderen Regionen dieser Erde. In Afrika und im mittleren Osten werden Menschen aufgrund ihrer Homosexualität getötet oder jahrelang ins Gefängnis gebracht. Menschen die aus ihren Ländern fliehen müssen und Asyl beantragen wollen, müssen ein unmenschliches und schwieriges Verfahren antreten.

All dessen sollten wir uns bewusst sein, wenn wir unser eigenes Leben offen und frei gestalten können. Und uns nur ein kleines bisschen einsetzen, nur etwas Zivilcourage zeigen, damit das allen Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgendern ermöglicht wird.

Mit dem Fokus auf die Menschenrechte setzen sich dieses Jahr das Zurich Pride Festival zusammen mit den nationalen Dachorganisationen Pink Cross und LOS dafür ein, dass alle zu ihren Rechten kommen.

>www.zurichpridefestival.ch

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Wieder ein Selbstmord in den USA

Von Daniel Frey | 13. Januar 2012

Heute meldet Queer.de einen weiteren Selbstmord eines schwulen Jugendlichen in den USA. Der 19-Jährige Eric James Borges habe sich wegen seines “schwierigen Coming-Outs” umgebracht.

Vor einem Monat hat Eric ein “It Gets Better”-Video veröffentlicht, in dem er erzählte, dass er Zeit seines Lebens wegen seiner Andersartigkeit gemobbt worden sei: “Mein Name war nicht Eric, sondern Schwuchtel”.

Noch schwieriger machte Erics Coming-Out der christliche Hintergrund seiner Familie: “Meine Mutter wusste, dass ich schwul bin und hat, um mich zu heilen, einen Exorzismus durchgeführt”, sagte er im Video weiter. “Meine Eltern haben mir unter anderem gesagt, dass ich widerlich bin, dass ich ein unnatürlicher Perverser bin und in der Hölle enden werde. Vor zwei Monaten haben sich mich dann rausgeschmissen.”

In den letzten Monaten seines Lebens arbeitete Eric als Praktikant für die Organisation Trevor Project, die schwulen, lesbischen oder transsexuellen Jugendlichen Mut machen will. Sein schwieriges Umfeld in der Vergangenheit hat ihn aber offensichtlich eingeholt …

Eric James Borges produzierte bereits einen Kurzfilm. Dazu schrieb er: “Er hat die Kraft, die Schwelle von allen Vorurteilen, allen Ungerechtigkeiten zu dezimieren. Menschliche Beziehungen, und diejenigen, die in unser Leben kommen, haben die Fähigkeit, letztlich zu gestalten, wer wir sind. Es ist wichtig, einander zu lieben, wie jeder von uns dies wirklich verdient.”

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Entschuldigung vom Papst gefordert

Von Daniel Frey | 10. Januar 2012

Die Aussage des Papstes in seiner Neujahrsansprache im Vatikan vor Diplomaten aus der ganzen Welt ist erschreckend. Die GaynossInnen der JUSO Schweiz fordern deshalb eine klare Entschuldigung des Papstes.

Die konkrete Forderung der GaynossInnen in einer Medienmitteilung: Eine sofortige Entschuldigung des Papst und eine klare Distanzierung der (römischkatholischen) Landeskirche. Das wäre ja ein echtes Zeichen, wenn sich die römischkatholische Kirche der Schweiz tatsächlich von den Äusserungen des Papstes distanzieren würde …

>Homosexuelle bedrohen Menschheit

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